Größendiskriminierung fängt klein an

Was sind Mikroaggressionen?

Mikroaggression ist ein sozialpsychologischer Begriff, der 1970 von Chester Pierce geprägt wurde, um als übergriffig wahrgenommene Äußerungen in der alltäglichen Kommunikation zu beschreiben. Darunter werden alltägliche Äußerungen verstanden, die an die andere Person — bewusst oder unbewusst — abwertende Botschaften senden, die sich auf deren Gruppenzugehörigkeit beziehen.

Größe als Zielscheibe alltäglicher Kommentare

Bei Größendiskriminierung passiert genau das, ständig: „Wie ist die Luft da oben?“, „Kannst du Dachrinnen putzen?“, „Wie groß bist du eigentlich?“ — Fragen und Kommentare, die Betroffene als harmlos erleben sollen, aber eine klare Botschaft transportieren: Du bist anders. Du fällst auf. Das ist eine Abweichung von der Norm.

Der Anfang vom großen Ganzen

Diese Alltagssituationen mögen einzeln betrachtet banal wirken. In ihrer Gesamtheit hinterlassen sie Spuren — und sie sind der Anfang einer gesellschaftlichen Normalisierung, die Größe zum legitimen Anlass für Kommentar, Witz und Ausgrenzung macht.

Größendiskriminierung fängt nicht mit dem großen Skandal an. Sie fängt mit dem kleinen Kommentar an.

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