Raúl Krauthausen ist Aktivist, Autor und eine der bekanntesten Stimmen für die Rechte behinderter Menschen in Deutschland. In seinem Podcast „Im Aufzug“ spricht er alle zwei Wochen mit bekannten Persönlichkeiten – über Behinderung, Barrierefreiheit, gesellschaftliche Ausgrenzung und die kleinen wie großen Kämpfe des Alltags.
Die aktuellste Folge trifft einen Nerv, der auch für das Thema Größendiskriminierung relevant ist: Krauthausen spricht mit Eva-Maria Thoms über einen Social-Media-Post, den er über die Abschaffung von Förderschulen veröffentlicht hatte – und der fast 500 Kommentare auslöste. Eltern, die schreiben: „Die Förderschule hat mein Kind gerettet.“ Andere, die das Gegenteil berichten. Ein echter, kontroverser Austausch über Inklusion – und darüber, wie schwer es ist, wenn gesellschaftliche Ideale auf individuelle Realitäten treffen.
Warum das für uns relevant ist
Heightism – also die Diskriminierung aufgrund von Körpergröße – wird im öffentlichen Diskurs noch kaum ernst genommen. Krauthausens Arbeit erinnert daran, wie lange es dauert, bis Ausgrenzung überhaupt als solche benannt wird. Menschen mit Behinderung kämpfen seit Jahrzehnten darum, dass ihre Erfahrungen gehört werden. Kleine Menschen kennen dieses Gefühl: die Witze, die Unterschätzung, die strukturellen Benachteiligungen, die niemand so nennen will.
„Im Aufzug“ ist kein Podcast über Körpergröße – aber er ist ein Podcast über Würde, Sichtbarkeit und das Recht, so zu sein, wie man ist. Das verbindet.
Wo hören?
- im-aufzug.de
- RTL+ sowie alle gängigen Podcast-Plattformen (Spotify, Apple Podcasts, etc.)
Empfehlenswert – nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern für alle, die verstehen wollen, wie Ausgrenzung funktioniert. Und wie man dagegen angeht.