Buchempfehlung: „Tor zur Freiheit“ – Tuğba Tekkal

Diskriminierung kann viele Gesichter haben – Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Körpergröße. Was sie eint: Sie schließt Menschen aus, begrenzt Möglichkeiten und verletzt Würde. Umso wichtiger sind Stimmen, die dagegen aufstehen.

Eine solche Stimme ist Tuğba Tekkal. Als siebtes von elf Kindern in einer jesidisch-kurdischen Großfamilie aufgewachsen, kämpfte sie früh gegen Ausgrenzung – als Mädchen auf dem Fußballplatz, als Kind mit Migrationshintergrund in der Schule, als Frau im Profisport. Nichts davon hat sie aufgehalten.

In ihrem Buch „Tor zur Freiheit – Meine ganze Geschichte“ erzählt sie ihren Weg: vom heimlichen Kicken auf dem Bolzplatz bis in die Fußball-Bundesliga, und weiter zu ihrer Arbeit als Menschenrechtsaktivistin. Es ist eine Geschichte über Grenzen – und darüber, wie man sie überwindet.

Der Sport dient Tekkal dabei als Metapher für das Leben: Wer mitspielen darf, bestimmt auch, wer dazugehört. Ausgrenzung auf dem Spielfeld spiegelt Ausgrenzung in der Gesellschaft. Heute ermöglicht sie anderen, vor allem Mädchen und Frauen, ihre eigenen Tore zur Freiheit zu öffnen.

Ein Buch, das inspiriert – und das zeigt: Der Kampf gegen Diskriminierung beginnt damit, sich selbst nicht aufzugeben.

Tuğba Tekkal: „Tor zur Freiheit – Meine ganze Geschichte“
Elisabeth Sandmann Verlag, 2023
In Zusammenarbeit mit Anna Dreher (Süddeutsche Zeitung)
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